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Mit Finanzplanung zur optimalen Eigenheimstrategie


01.09.2005, Autor: Bruno Barmettler

Die Kosten einer Eigenheimfinanzierung machen einen bedeutenden Anteil an den gesamten Lebenshaltungskosten aus. Immobilienbesitzer versuchen daher, diese Ausgaben zu reduzieren, indem Sie die Hypothekarzinsangebote der Banken vergleichen und die Unterhalts- und Erneuerungsinvestitionen sorgfältig planen. Diese Optimierungsmassnahmen werden aber der finanziellen Bedeutung eines Eigenheimes am Gesamtvermögen einer Privatpersonen in der Regel nicht gerecht.

Und erstens kommt es anders...

Die Lebensumstände können sich schnell ändern. Nicht nur einschneidende Ereignisse wie Invalidität, Tod des Ehegatten, eine Scheidung, ein Stellenwechsel oder die vorzeitige oder ordentliche Pensionierung sind Anlass, die Eigenheimstrategie zu überdenken. Auch die Lebensziele können sich verändern. Ein vor 20 Jahren erstelltes Haus ist beispielsweise nach dem Auszug der Kinder plötzlich zu gross. Rechtzeitiges Planen ist somit angesagt!

Mit dem Blick fürs Ganze
Die ganzheitliche Finanzplanung würdigt die persönliche Gesamtsituation und ermöglicht so eine optimale Eigenheimstrategie. Die Rahmenbedingungen der wichtigsten Finanzplanungsthemen wie Lebenssituation, Haushaltbudget, Geldanlagen, Immobilien, Steuern, Vorsorge sowie Vermögensnachfolge verändern sich im Verlaufe der Zeit. Deshalb sollte ein Finanzplan alle fünf Jahre grundsätzlich überprüft werden. Die Ergebnisse dieser Finanzplanung wirken sich direkt oder indirekt auf die Eigenheimstrategie aus. Dabei werden folgende Themen überprüft:

Vorsorge
Bei der staatlichen und der beruflichen Vorsorge sind massive Veränderungen eingetreten. Immer höhere Krankenkassenprämien, ein höheres BVG-Rentenalter für Frauen und teilweise massiv tiefere Altersrenten sind hier die Stichworte. Auch Veränderungen der persönlichen Lebensumstände wie Invalidität, Tod des Ehegatten, der Auszug der Kinder, eine Ehescheidung oder die Pensionierung geben Anlass, die Vorsorgesituation zu überprüfen.

Geldanlagen
Die richtige Vermögensstruktur trägt erfahrungsgemäss 80% zu einer erfolgreichen Anlagestrategie bei, die Wahl des richtigen Produktes hingegen lediglich 20%. Eine umfassende Analyse des Bruttovermögens, aber auch Fragen nach steueroptimierten Massnahmen wie der Einkauf fehlender Beitragsjahre in die Pensionskasse oder einer risikogerechten Anlagestrategie tragen zur nachhaltigen Vermögens- und Renditeoptimierung bei.

Immobilien
Nicht nur Fragen nach der steueroptimierten Fremdfinanzierung und nach dem optimalen Hypothekarzins beschäftigen die Immobilienbesitzer, sondern auch Themen wie die vermögensrechtliche Nachfolge oder die Finanzierbarkeit des Eigenheims nach dem Ableben des Ehe- oder Lebenspartners. Zudem beweist es die Statistik: Einfamilienhausbesitzer im Alter zwischen 50 und 60 Jahren entscheiden sich in vielen Fällen für den Verkauf ihres Hauses und kaufen sich eine zentrumsgelegene Eigentumswohnung, die ihren Bedürfnissen im Alter eher gerecht wird.

Vermögensnachfolge
Mit der ersten Revision des Gesetzes zur beruflichen Vorsorge wird neu eine Ehegattenrente anstelle der heutigen Witwenrente ausgerichtet. Gleichzeitig wurden im neuen BVG auch die Grundlagen zur Ausrichtung einer Partnerrente geschaffen. Aufgrund dieser Veränderungen sollten die bestehenden Konkubinatsverträge aber auch Ehe- und Erbverträge überdacht werden. Bei generellen Veränderung der Lebensumstände müssen auch früher verfasste Testamente überprüft werden.

Steuern
Vor allem bei der Besteuerung von Leistungen aus der beruflichen und freien Vorsorge haben sich in den letzten Jahren einschneidende Änderungen ergeben. So werden heute neu Leistungen aus reinen Todesfallrisikopolicen im Rahmen der freien Vorsorge besteuert. Die Besteuerung von privaten Leibrentenversicherungen wurde neu geregelt. Wichtig sind zudem die neuen Regelungen und Einschränkungen bei freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse sowie die Praxisänderung bei Pensionskassen-Vorbezügen und die Pflicht zur Rückzahlung im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF).

Persönliche Finanzplanung
Erst eine ganzheitliche Finanzplanung, die auch güter- und erbrechtliche, aber auch Vorsorgethemen wie Invalidität, Tod und Alter einbezieht, führt zu einer nachhaltigen Eigenheimstrategie. Lassen Sie sich durch uns beraten, davon profitieren Sie ganz direkt!