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1. Februar 2008, Josef Zopp


Um was geht es
Am 1. April 1998 wurde die Stempelsteuer auf Lebensversicherungen mit Einmalprämie eingeführt. Dies hat viele Personen dazu bewegt, kurz vor dieser Einführung eine solche Lebensversicherung abzuschliessen. Da die meisten Versicherungen auf eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren abgeschlossen worden sind, kommen diese in den nächsten Monaten zur Auszahlung. Unsicheres Zinsniveau, turbulente Finanzmärkte und unvorhersehbare Wirtschaftsaussichten führen zur grossen Unsicherheit, wie das fällige Kapital nun investiert werden soll.

Mögliche Varianten prüfen
Einzelne Gesellschaften buhlen mit reizvollen Sonderangeboten um die auslaufenden Versicherungsgelder. Auf den ersten Blick scheinen diese Angebote sehr verlockend, trotzdem lohnt es sich die Angebote von unabhängiger Seite zu beurteilen. Denn noch ist es unklar, welche Versicherungsgesellschaft mit dem besten Angebot auftrumpft. Zudem ist es für die Kunden sehr schwer abschätzbar, ob eine Erneuerung der auslaufenden Versicherung wirklich die beste Variante für die persönliche Situation ist.

Hohe Renditen werden in Aussicht gestellt, wenn das Geld in eine Fondspolice mit entsprechendem Aktienfonds investiert wird. Die in den Produkten enthaltenen Kosten schmälern jedoch die Rendite gegenüber einer Direktanlage in Anlagefonds erheblich, zumal der Grossteil der in Aktienfonds erzielten Gewinne auch ohne Versicherungslösung steuerbefreit ist. Aktieninvestitionen unterliegen starken Kursschwankungen. Deshalb sind Aktienfonds oft nur unter Einhaltung eines langfristigen Zeithorizontes attraktiv.

Vielfach wird trotz des tiefen Zinsniveaus versucht, den Kunden eine Leibrente schmackhaft zu machen. Da die Rentenumwandlungssätze meist deutlich tiefer sind als bei den Pensionskassen, gilt es auch hier, Alternativen zu prüfen. Ein Einkauf in die Pensionskasse kann in gewissen Fällen Sinn machen. Es gilt jedoch einige Punkte zu beachten, damit die Einzahlung steuerlich anerkannt wird.

Eigenheimbesitzer verwenden Gelder aus fälligen Versicherungen oft zur Amortisation der Hypothekarschulden. Trotz der dadurch tieferen Schuldzinsbelastung ist es nicht immer sinnvoll, die Hypothek zurückzuzahlen. Nicht zuletzt auch, weil die Zinsen als Steuerabzug geltend gemacht werden können.

Eine private Finanzplanung zeigt die beste Lösung
So viele verschiedene Möglichkeiten es auch gibt, irgendwann müssen sich die Versicherungsnehmer entscheiden, was mit dem Kapital nun gemacht wird. Egal wie der Entscheid auch ausfällt, oft sind durch die gewählte Investition auch andere Bereiche betroffen. So führt zum Beispiel die Amortisation einer Hypothek zu tieferen Schuldzinsen, was vorübergehend zu mehr Geld auf dem Konto führt. Die Steuerrechnung fällt dafür entsprechend höher aus. Klarheit, welche Auswirkungen die verschiedenen Investitionen haben, gibt eine » private Finanzplanung. Die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden können analysiert und Möglichkeiten abgestimmt aufgezeigt werden, wie die Kunden den fälligen Kapitalbetrag bestmöglich einsetzen können.